WICK, Steffen Komponistenlexikon

WICK, Steffen

WICK Steffen

Rüdigerstr. 4
80639 München
Mobil: 0179/75 01 137
E-Mail: steffen (dot) wick (at) widemusic (dot) de
Homepage: http://www.steffenwick.de

* 17.11.1981 Herne

Steffen Wick gehört einer jungen Generation von Komponisten an, die virtuos mit Genregrenzen spielt. Er verknüpft klassische und zeitgenössische Stilmittel zu einer modernen, poetischen Tonsprache. An den Musikhochschulen Stuttgart und München genoss er ein breites Studium in Komposition (Prof. Caspar Johannes Walter), Musiktheorie, Klavier und Neue Medien, das er mit Bestnote abschloss. Anschließend vertiefte er seine Kompositionsstudien in der Meisterklasse bei Prof. Moritz Eggert. Künstlerische Impulse erhielt er durch Begegnungen mit Steve Reich, Pascal Dusapin, Wolfgang Rihm und Detlev Glanert.

Im Zentrum von Steffen Wicks kompositorischem Schaffen stehen abendfüllende, spartenübergreifende Konzertprojekte, die er mit seinem künstlerischen Kompagnon Simon Detel unter dem Namen WIDEMUSIC realisiert. So schrieb Steffen Wick die Musik für das Videokonzert »beyond vision«, das 2008 vom Stuttgarter Kammerorchester mit Videoinstallation im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, phaeno Wolfsburg, Kunstverein Stuttgart und Museum für Kommunikation Frankfurt aufgeführt wurde. Im Sommer 2009 erhielt die »Soundtrack Symphony« auf einer schwimmenden Bühne in Heilbronn als Open Air-Konzert mit über 200 Mitwirkenden, Feuerwerk und Lichtshow eine spektakuläre Inszenierung. 2012 fanden Wicks Kompositionen für das Musiktheater »Musicophilia« nach dem gleichnamigen Roman des New Yorker Neurologen Oliver Sacks „überzeugenden Ausdruck“ (Süddeutsche Zeitung). Diese Produktion wurde 2015 mit dem »Music Theatre Now« Preis des International Theatre Institute ausgezeichnet. 2013 komponierte Wick Musik zu Stummfilmen des Filmpioniers Georges Méliès im Auftrag der Bayerischen Akademie der schönen Künste, kuratiert vom Filmemacher Edgar Reitz. Im gleichen Jahr wurden Wick und Detel für ihre Projekte von der Bundesregierung als »Kreativpiloten Deutschlands« ausgezeichnet. 2014 erhielt Steffen Wick ein Residenzstipendium im internationalen Künstlerhaus Villa Concordia und 2015 an der Cité Internationale des Arts Paris.

Steffen Wicks Konzertwerke reichen von großen Besetzungen (wie »womb« für Sinfonieorchester) über Kammermusik (wie »Inner Monologue« für Vokalquartett, Auftragswerk des Siemens Arts Program) bis zu exotischen Zusammenstellungen (wie Auftragskomposition »transborder« für traditionelle koreanische und europäische Instrumente).
Seine Werke werden bei den Bregenzer Festspielen aufgeführt, im Musikverein Wien, im Radialsystem und Konzerthaus Berlin und von Ensembles wie dem Henschel Quartett, den Acht Cellisten der Wiener Symphoniker und dem Stuttgarter Kammerorchester interpretiert. Steffen Wicks Kompositionen werden bei Ricordi verlegt und weltweit aufgeführt u. a. in China, Südkorea, Kanada, USA, Finnland, Frankreich, Spanien und der Ukraine. CD-Veröffentlichungen erschienen bei Sony Classical und Universal Music.

Werke

crosscurrents für Orchester und 12 Blechbläser, Auftragswerk des Theater Freiburg; UA: 06.12.2016, Philharmonisches Orchester des Theater Freiburg, Ensemble bach, blech & blues, Co-Komposition mit Florian Ross, Dirigent: Gerhard Markson

Scalae für Sopran, Tenor, Streichorchester, Klarinette und Marimba, Auftragswerk der Sommeroper Bamberg; UA: 24.07.2015, Villa Concordia Bamberg

Im Satz des Pythagoras Orchestermusik für abendfüllende Tanzproduktion, Auftragswerk des Theater Gießen; UA: 12.10.214, Philharmonisches Orchester Theater Gießen, Dirigent: GMD Michael Hofstetter

Stummfilmvertonungen Georges Méliès für Streichquartett, Klavier, Stimme & Elektronik, Auftragswerk der Bayerischen Akademie der schönen Künste, Streichquartett: Henschel Quartett, Klavier: Steffen Wick, Elektronik: Simon Detel; UA: 10.04.2013, Bayerische Akademie der schönen Künste

womb für Orchester; UA: 28.10.2013, Sinfonieorchester der Musikhochschule München, Dirigent: Prof. Ulrich Nicolai, großer Konzertsaal Arcisstraße, München

Musicophilia Musiktheater nach dem Roman des New Yorker Neurologen Oliver Sacks, Produktion des Meta-Theater München; UA: 15.11.2012, Reaktorhalle München, weitere Aufführungen: Radialsystem Berlin, Lemberg (Ukraine), Shanghai, New York, Montreal, Espoo (Finnland)

Lympha für acht Violoncelli, Auftragswerk der Bregenzer Festspiele; UA: 22.07.2012, Festspielhaus Bregenz, Acht Cellisten der Wiener Symphoniker, weitere Aufführungen: Musikverein Wien 11.02.2014, Orpheum Graz 10.06.2013

beyond vision für 18 Solostreicher, Komposition für das Stuttgarter Kammerorchester mit Videoinstallation, Dirigent: Michael Hofstetter; UA: 03.12.2008, Kunstverein Stuttgart, weitere Aufführungen: ZKM Karlsruhe, phaeno Wolfsburg, Museum für Kommunikation Frankfurt

Soundtrack Symphony für großes Sinfonieorchester, Chor und Elektronik mit Surroundsound & Lightdesign; UA: 22.11.2006, Konzertsaal Musikhochschule Stuttgart

Confirmatio für Streicher, Chor und Elektronik; Preisträger beim Kompositionswettbewerb Vers 1.2; UA: 30.06.2006, Stiftskirche Stuttgart

Sachregister

  • Konzertmusik
  • Kirchenmusik
  • Chormusik
  • Oper / Bühnenmusik
  • Tanz / Ballett
  • Klanginstallation / Multimedia / Internet-Kunst
  • Film- und Fernsehmusik
  • Elektroakustische Musik